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Stigmatisierung


Was ist Stigmatisierung?

Ein Stigma ist wörtlich übersetzt eigentlich ein Wund- oder Brandmal.

Unter Stigmatisierung versteht man die negativen Stereotypen, Vorurteile gegen und die Diskriminierung der - in diesem Fall - psychisch Kranken.

Bei Depressionen oder Bipolaren Störungen bekommt man schon mal zu hören: "Reiss´ Dich einfach mal ein wenig zusammen, dann funktioniert das schon." Geht aber leider meist nicht. Wenn man das nicht schafft, leidet man an einer Charakterschwäche oder hat keine Selbstdisziplin. Fehlende Konzentrationsfähigkeit - die häufig bei Depressionen auftritt - wird dann schon mal mit Inkompetenz gleichgesetzt.

Menschen im eigenen Umfeld wenden sich ab, haben kein Verständnis, evtl. wird man auch in anderen Bereichen ausgegrenzt (z. B. bei der Arbeitssuche). Dies ist die öffentliche Stigmatisierung. Dieser ist man leider recht häufig ausgesetzt. Ich habe das vielfach erfahren müssen - Arbeitskollegen, Vorgesetzte, (sogenannte) "Freunde", Familienangehörige. Sogar von einem Arzt musste ich mir schon negative Sprüche anhören.

Gleichzeitig gibt es aber auch die Selbst-Stigmatisierung. Man hat oder entwickelt eine negative Meinung über sich selbst ("Ich bin inkompetent", "Ich habe keine Selbstdisziplin"). Dadurch kommt es zu einer Verringerung des Selbstwertgefühls, man gibt sich unter Umständen selbst auf.

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