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6 Dinge, die ich tue, wenn bzw. weil ich depressiv bin

1.      Dinge, die ich eigentlich gern tun möchte, lasse ich bleiben. Weil ich es ohnehin nicht schaffe, sie zu tun. Weil es einfach zu anstrengend ist, etwa so, als würde ich mit Gewichten an den Füßen unter Wasser laufen. Und weil ich es nicht verdient habe, etwas zu tun, was mir Spaß macht.

 

2.      Ich schlafe viel oder versuche es zumindest und bin ständig erschöpft. Dennoch habe ich Probleme, ein- und durchzuschlafen. Trotzdem ist Schlafen an manchen Tagen das einzige, wozu ich überhaupt in der Lage bin.

 

3.      Ich lege meine Beziehungen auf Eis. Ich gehe nicht ans Telefon, wenn´s läutet. Auch die Tür öffne ich nicht. Nachrichten werden erst spät beantwortet, wenn überhaupt. Manchmal muss ich kurzfristig Verabredungen absagen, weil es einfach nicht möglich ist, sie einzuhalten. Weil es ein schlechter Tag ist. Weil ich vollkommen nutzlos bin und anderen nur zur Last fallen würde. Und es ist einfacher, allein zu sein, weil ich dann anderen keine Erklärungen abgeben muss.

 

4.      Ich bin apathisch. Ich bin leer. Ich nehme euch wahr, ich nehme wahr, was um mich herum passiert – und auch wieder nicht. Alles ist ohne Bedeutung. Ich selbst bin ohne Bedeutung.

 

5.      Ich habe keine Motivation, Dinge zu Ende zu bringen, wenn ich es denn mal schaffe, etwas anzufangen. Ich sehe keinen Sinn darin, kann mich manchmal auch einfach nicht aufraffen. Weil ich psychisch und auch physisch einfach nicht die Kraft dazu habe. Ich bin von einer vollkommenen, nervigen Trägheit befallen und hoffnungslos überfordert mit allem.

 

6.      Ich benehme mich, als würde es mir gut gehen. Weil ich euch nicht belasten will. Weil ihr nicht mit der Krankheit umgehen könnt. Weil ich nicht mit eurer Reaktion auf meine Krankheit umgehen kann. Weil es einfacher ist, als zu erklären, warum es mir schlecht geht. Weil es dafür oft keinen nachvollziehbaren Grund gibt.

 

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