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Die zweite Woche

... ist fast um. Und die erste Woche mit Valproat und Lithium. Letzten Freitag wurde mit Valproat gestartet und am Mittwoch wurde die Dosis nach der Chefarzt-Visite erhöht.

 

Habe das so verstanden, dass bis nächste Woche Donnerstag die Umstellung abgeschlossen sein soll, weil am 10. August erstmalig der Valproat-Spiegel bestimmt werden soll. 

Habe in den letzten 2 bis 3 Tagen verstärkt Haarausfall bemerkt, das kann lt. der Chefärztin eine Nebenwirkung des Medikamentes sein, die sich aber nach einer Weile wieder gibt. Das hoffe ich doch mal!!! Andererseits - wenn es sonst keine Nebenwirkungen gibt, geht´s ja.

 

Auf jeden Fall habe ich die letzten beiden Tage trotz der Hitze besser geschlafen und Stimmung und Antrieb haben sich auch verbessert. Und zwar ohne dass ich den Eindruck habe, dass das Ganze in eine Hypomanie ausartet.

 

Jetzt also heißt es, den nächsten Freitag abzuwarten bzw. die Visite in der darauffolgenden Woche. Dann wird sich hoffentlich entscheiden, wie es weiter geht und ob bzw. wann ich mit eine Rückkehr in die Tagesklinik rechnen kann.

Bis dahin vertreibe ich mir die Zeit mit Lesen, Stricken und Schreiben - neben den Therapien natürlich.

 

Morgen darf ich aber erstmal "in BE gehen". "BE" bedeutet Belastungserprobung. ich bin dann von Samstagvormittag bis Sonntagabend zur Abendessenzeit zu Hause. Zur Vorbereitung auf eine spätere Entlassung kann man so erstmal sehen, ob man diese 1,5 Tage ohne das "Sicherheitsnetz" Krankenhaus wuppen kann. Denn grundsätzlich darf man nicht vergessen, dass wir Patienten uns hier in einem geschützten Raum befinden, inklusive Krisenintervention und Bedarfsmedikation.

 

Unter Bedarfsmedikation fallen Medikamente, die die man nicht regelmäßig einnimmt/nehmen muss/soll, wie z. B. Schmerzmittel, Beruhigungsmittel, Schlafmittel etc., die also nur im Bedarfsfall verabreicht werden und mit dem Arzt abgesprochen bzw. von diesem verschrieben worden sind. Also beispielsweise ein Beruhigungsmittel bei akuten Unruhezuständen. Welche Medikamente das konkret sind, wird bei jedem Patienten individuell festgelegt.

Bei mir ist das u. a. ein Parkinson-Mittel, dass mir gegen das Restless-Legs-Syndrom hilft. Das nehme ich aber wirklich nur, wenn meine Beine wieder tanzen wollen, sobald ich im Bett liege.

 

Ich freue mich jedenfalls darauf, mal wieder wenigstens eine Nacht in meinem eigenen Bett schlafen zu können. Die Krankenhausbetten sind eine Katastrophe...

 

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